Klassenfahrt 6G1                                                                                                                             

Unsere Klassenfahrt ins Kinderschloss Mansfeld 11. 10. – 15. 10. 2010

Montag, 11. 10. Der erste Tag in Mansfeld

Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 6 G1 mit Herrn Schüder und Frau Alsen-Henk, trafen uns um 9. 30 Uhr auf dem Buna-Parkplatz 
gegenüber unserer Schule. Nach sehr viel Aufregung und Verabschiedung von den Eltern ging es um 10.00 Uhr mit drei Kleinbussen der Firma 
„Drei Eichen“ los. Um 10.45 waren wir schon in Mansfeld und wurden von Frau Wedekind im Rittersaal begrüßt. Die Zimmer wurden verteilt 
und die grobe Planung für die nächsten Tage vorgestellt. Wir gingen dann alle in unsere Zimmer, packten die Taschen aus, bezogen unsere 
Betten und danach gab es um 12.00 Uhr Mittagessen im Rittersaal. Die Nudeln mit Wurstgulasch kamen bei allen gut an.

Nach dem Mittagessen bildeten wir Gruppen. Da gab es die „Verkehrte Gruppe“, die „Kleopatras“, die „Winnie Puhs“ und die Gruppe „Pudding“, 
denn in diesen Gruppen sollten wir in dieser Woche Aufgaben erfüllen. Als erstes versammelten wir uns im Hof. Dort gab es Pappwände und 
Fingerfarben. Unsere Aufgabe war es, diese zum Thema Eiszeit als Wandmalerei zu gestalten. Obwohl es Kleckerhemden gab, sahen einige 
Schüler ganz schön bunt aus. Neben vielen Handabdrücken wurden auch eiszeitliche Jagdszenen gemalt. Die Tiere sahen lustig aus. Am Ende 
der Aufgabe hatte die „Verkehrte Gruppe“ schon einen Punktevorsprung. Wir hatten das ganze Kinderschloss, das eigentlich ein altes Gerichts-
gebäude war, für uns. So konnten die „Prinzessinnen“ ihr eigenes Zimmer bekommen. Nach dem Abendbrot um 18.00 Uhr konnten wir bis 22.00 
Uhr machen, was wir wollten. Danach sollten wir in den Zimmern bleiben. Natürlich wurde die erste Nacht etwas unruhig.

Tobias 

Dienstag, 12. 10. Der Wandertag

Nach unserer gestrigen Anreise und dem ersten Kennenlernen des Kinderschlosses und der Umgebung freuten wir uns auf den 2. Tag in Man-
sfeld. Was würde der wohl alles bringen?
Nach dem ausgiebigen Frühstück, wo sich jeder nach Wunsch mit herzhaften oder süßen Leckereien gestärkt hatte, gingen wir in den hausei-
genen Garten und sammelten Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano oder Salbei, denn heute sollte in der ehemaligen alten Küche, die im 
Keller war, gebacken werden. Zusammen mit Frau Wedekind konnten wir hier selbst ein Brot herstellen. Wir haben aus Mehl, Wasser, und den 
Kräutern einen Brotteig gefertigt. Das fiel uns ganz schön schwer. In einer Gruppe war zu viel Wasser in der Schüssel. Eine andere Gruppe 
hatte Mühe, den Teig zu kneten. Oder man einigte sich nicht, welche Kräuter in das Brot sollten. Nach mühevoller Arbeit waren endlich die 
Brote fertig. Danach mussten sie ruhen. Schließlich hat Frau Wedekind unsere vier Brote am Nachmittag im Herd gebacken.

Nach dieser anstrengenden Arbeit gingen wir mit einem Bärenhunger zum Mittagessen. Gegen 12.00 Uhr gab es gebackenes Fischfilet mit Senf-
soße und Kartoffeln, zum Nachtisch ein Dessert. Alles hat gut geschmeckt. Um 14.00 Uhr trafen wir uns mit Frau Wedekinds Tochter zum Wald-
spaziergang. Auf verschiedenen Wegen - mal steil und steinig, mal flach und waldig - sind wir auf eine Burg gewandert, das Mansfelder 
Schloss. Dort haben wir von Frau Alsen-Henk ein Eis nach freier Wahl bekommen. Nachdem jeder sein Eis aufgegessen hatte, sagte Frau Wede-
kind zu uns: „Stellt euch vor, ihr seid Entdecker auf der Suche nach einer Höhle, einer so genannten Specksteinhöhle.“ Alle waren von der Idee 
begeistert, verteilten sich im nahe gelegenen Wald und suchten die Höhle. Nach ein paar Minuten rief Gina: „Ich habe sie gefunden!“ Und 
Michelle fand in der Höhle eine Kiste mit Specksteinen. Nun gingen wir wieder zurück. Auf einer großen Wiese machten wir ein Picknick mit Kuchen 
und Tee. Der Freund von Frau Wedekind hatte alles dorthin gebracht, wie wir später erfuhren. Nach den Anstrengungen tat das gut! Leider 
musste uns Frau Wedekind dann verlassen, da noch eine andere Gruppe auf sie wartete. Für uns ging's aber weiter. Alle Mädchen und Jungen 
wollten den Weg zurückgehen, den wir gekommen waren. Herr Schüder jedoch wollte unbedingt einen anderen Weg nehmen. Natürlich gingen 
wir ihm hinterher. Doch es zeigte sich wieder einmal, dass Lehrer nicht immer Recht haben. Wir verliefen uns und kamen an der Wiese an, von 
der wir losgegangen waren. Einmal nur im Kreis herum. Deshalb gingen wir jetzt den alten Weg zurück und kamen froh gelaunt im Kinderschloss an. 
Hier konnten wir uns erst einmal ausruhen.

Um 18.00 Uhr klopfte Herr Schüder an unsere Türen. Er sagte: „Wir machen ein Lagerfeuer.“ Am Feuer haben wir Bock- und Bratwürstchen am 
Holzstock gegrillt, wobei so manches Würstchen ins Feuer fiel. Dazu gab es unser eigenes Kräuterbrot und Beilagen. Als letzte Überraschung des 
heutigen Tages haben wir vorbereiteten Knüppelkuchen im Lagerfeuer gebacken. Hmm, das war lecker!

So ging ein erlebnisreicher, lustiger Tag zu Ende. (Aufgrund unserer „etwas verlängerten“ Wanderung hatten wir eine ruhige Nacht.)

Vanessa

Mittwoch, 13. 10 Ein aufregender Tag

Der Morgen begann mit einem leckeren Frühstück. Danach durften wir auf unsere Zimmer gehen. Die Zimmer sind übrigens thematisch eingerichtet. 
Die Mädchen waren im China- und im Ägypten- und Königs- Zimmer und die Jungen im Zauberzimmer und im Zimmer „verkehrte Welt“. Herr Schüder 
hatte das Amerika-Zimmer und Frau Alsen-Henk das Schatz-Zimmer. Wir wurden dann schnell gerufen, denn wir sollten uns Anziehsachen für eine 
verrückte Modenschau aussuchen. Das war sehr witzig, weil es ziemlich komische Sachen waren. In der Kleiderkammer fand man lange Prinzes-
sinnenkleider, silberne Ritterkostüme, Arztkittel und viel zu große Nachthemden. Als sich jeder entschieden hatte, ging es auf den Laufsteg im 
Rittersaal. Bei aktueller Musik präsentierten wir unser Outfit. Wir hatten alle ganz schön viel Spaß dabei. Sieger war Olli in einem komischen, rosa 
Omanachthemd. 

Anschließend gab es Mittagbrot. Dann ging es wieder in den Hof, um unsere Specksteine, die wir am Tag zuvor gefunden hatten, zu bearbeiten. 
Da es sehr kalt und windig war, fiel es ziemlich schwer, mit den Händen zu arbeiten. Zwischendurch wurden wir auch in die Küche gerufen, um un-
sere Pizza für das Abendbrot zu belegen. Schließlich wurden doch ein paar schöne Steine fertig gestellt. 

Zum Abendbrot gab es dann unsere Pizza, die uns natürlich besonders lecker geschmeckt hat, auch wenn sie nicht ganz durchgebacken war. 

Auf jeder Klassenfahrt, so sagte es jedenfalls Frau Alsen-Henk, gibt es einen Pechvogel. In diesem Fall war ich das. Im Laufe des Abends hatte 
ich es einmal zu eilig aus dem Hochbett zu kommen. Ich erwischte die oberste Leitersprosse nicht richtig und knallte mit voller Wucht auf den 
Fußboden. Meine linke Hand, mein Arm und meine Schulter taten so scheußlich weh, dass gegen 20.00 Uhr der Krankenwagen gerufen wurde. 
Sehr nette Sanitäter und der Notarzt brachten mich ins Krankenhaus. Dort wurde ich sehr schnell untersucht und geröntgt. Zum Glück ist nicht 
sehr viel passiert. 
Ich bin mit Prellungen davongekommen. Gegen 22.00 Uhr waren wir zurück.

Lisa

Donnerstag, 14. 10. „Na klar, ich bin der Pudding-König“

Nach dem Frühstück gingen viele von uns noch einmal nach Mansfeld zum Shoppen. Um 10.00 Uhr sollten wir aber wieder im Keller sein, denn 
heute war das Schießen unsere Aufgabe. Wir schossen wieder gruppenweise und um Punkte. Zuerst schossen wir mit einer Armbrust auf eine 
große, bunte Schießscheibe. Das war wesentlich schwerer, als sich das jetzt anhört. Dann durften wir mit einem Luftgewehr auf eine recht weit 
entfernte kleine Zielscheibe schießen. Manche trafen toll, andere, so Frau Alsen-Henk, trafen gar nicht. 

Um 12.00 Uhr gab es im Rittersaal wieder Mittagessen, diesmal Schweinegeschnetzeltes mit Reis. Danach war eine kleine Mittagspause, in der 
manche wieder einkaufen gingen. 

Um 14.00 Uhr wurde der Schießwettbewerb draußen fortgesetzt. Es war mittlerweile wärmer geworden. Es sollte nun mit Pfeil und Bogen ge-
schossen werden. Aber stellt Euch jetzt nicht gekaufte Pfeile und einen Hightech-Bogen vor! Die Pfeile waren angespitzte Stöcke und der 
Bogen war aus einem Weidenstock mit einem Seil, wahrscheinlich aus Packband. Weit konnte man damit nicht schießen. Einige Mitschüler 
konnten die Pfeile sogar gar nicht abschießen. Immerhin war die letzte Aufgabe einfach. Mit einem Holzspeer sollte man ein Holzschwein um-
werfen. Das gelang jedem.

Am Abend hieß es: „Umziehen zum Festbankett!“ Weil es unser letzter Abend im Kinderschloss war, wurde im Rittersaal ordentlich getafelt. 
Schon am Nachmittag war der Saal gesperrt, weil die Tafel gedeckt wurde. Wir sammelten uns dann alle in Kostümen am Ende der Treppe und 
erstiegen das Treppenhaus. Ich führte meine Gefolgschaft an, denn ich war der König. Als wir in den Rittersaal kamen, staunten wir nicht 
schlecht. Die Tische waren in Hufeisenform aufgebaut, Kerzen leuchteten, es gab Weingläser mit rotem Saft, Chickenwings, Spießchen, Fladen-
brot und vor allem Pudding. Ich liebe Pudding und er war sehr lecker.

Nach dem Festbankett ging ´s noch in den Gruselkeller. Es wurde viel geschrien, er war schrecklich, Besonders schrecklich war die von der 
Decke hängende Riesenspinne. ÄHH!

Patrice

Freitag, 15. 10. Rückfahrt

Nach dem Frühstück herrschte ziemlicher Tumult, denn wir mussten packen und unsere Zimmer wieder in Ordnung bringen. Frau Alsen-Henk be-
zweifelte stark, dass uns das gelingen könnte. Das Geschrei nach den Besen und Wischlappen war groß. Alle Koffer und Taschen landeten auf 
dem Flur, dann machte Frau Wedekind die Zimmerabnahme, während wir im Rittersaal warten mussten. Schließlich kam Frau Wedekind, bewer-
tete die Zimmer und schloss den Gruppenwettkampf ab. Da alle Zimmer picobello waren, bekam jeder Schüler (und jeder Lehrer) ein Geschenk, 
das zum Motto des Zimmers passte. Den Gruppenwettkampf hat die „Verkehrte Gruppe“ mit Oliver, Max, Sawen, Richard und Raschid gewonnen.

Dann war es 10.00 Uhr und unsere Busse warteten vor der Tür. Wir verabschiedeten uns von Frau Wedekind und fuhren nach Hause. Nur Ginas 
Ball blieb in Mansfeld zurück, weil sie ihn nicht rechtzeitig gesucht hatte. 

Nach knapp einer Stunde waren wir zurück in Halle, wo uns unsere Eltern schon erwarteten. Schon wenig später war die Haltestelle leergefegt 
und die Herbstferien konnten beginnen.

Theresa
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