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Projekt "Denktag"                                                                                                                Halle, 30.01.2011

Ein besonderer Tag für die Klassen 11 G1 und 11 G2 - 25. Januar 2011

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar) führt die Konrad- Adenauer- Stiftung jährlich das 
Projekt "Denktag" durch. Dazu werden Zeitzeugen der nationalsozialistischen Diktatur eingeladen, die mit Schülerinnen und 
Schülern diskutieren. 
Herr Dr. Schulze, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Konrad- Adenauer- Stiftung, konnte in diesem Jahr für den 25. Januar die 
Zeitzeugin Renate Thiemann- Gerold für eine Diskussion mit den Schülern der beiden Klassen gewinnen.

Die Schüler betraten 11.15 Uhr erwartungsvoll die Aula unserer Schule und nahmen ihre Plätze ein. Frau Thiemann- Gerold las 
zuerst aus ihrem autobiografisch geprägten Roman "Annas Geschichte". Die Autorin zeigt am Beispiel ihrer Romanheldin die Ver-
führbarkeit junger Menschen in einer Diktatur. In der Romanhandlung trifft Anna, sie ist über 70 Jahre alt, den deutlich jüngeren 
Künstler Andrei. Beide entdecken ihre Seelenverwandtschaft und erzählen einander aus ihrem Leben. Anna berichtet auch über 
ihre Jugend im nationalsozialistischen Deutschland und wie sie als Hitlerjugendführerin Teil der Diktatur wurde.

Aufmerksam und gespannt folgten die Schüler den Worten der Schriftstellerin. Nachdem sie ihre Lesung beendet hatte, stellten 
die Schüler Fragen an Frau Thiemann- Gerold. Fragen, die zeigten, dass die Zuhörer von dem Roman und von der Vortragsweise 
der Autorin sehr beeindruckt waren. Viele Fragen mussten unbeantwortet bleiben, weil die für die Diskussion vorgesehene Zeit 
viel zu schnell verging.

Es war eine wirklich gelungene Veranstaltung, die sich für die bei den Klassen an vorher durchgeführte Projekte (Gedenkstätte 
"Buchenwald", Gedenkstätte "Roter Ochse") mit ähnlicher Thematik anschließen lässt.
W.N.