Es lebe das Laster…..                                                                                                                        26.06.2011

…singt Udo Jürgens in einem seiner zahlreichen Lieder. Wenn man Jens Trinter, dem Konferencier des Orchester – Abschlusskonzertes 
glaubt, waren es wohl an die 900, die der Altmeister des Schlagers schrieb. Wenn man davon ausgeht, dass das „Laster“ in der 
Umgangssprache als Beschreibung für etwas steht, was nicht ganz normengerecht ist, aber trotzdem dauerhaft Spaß macht, dann ist 
wohl das Hobby der jungen Musiker lasterhaft, das sicherlich für junge Menschen dieses Alters nicht unbedingt massentauglich ist, 
aber es macht vielen weit über die Schulzeit hinaus Spaß --- Und deshalb schon jetzt ein „Danke“ für dieses Konzert, das wieder viele 
Zuschauer in einem weit gefächerten Altersspektrum ins Steintor – Varietee lockte. 

Diesen Titel hatte MD Enrico Rummel auch in dem bunten Programm anzubieten, das sich von einer kleinen musikalischen Reise bis hin 
zum klassischen Blasmusiktitel bewegte.

Wie immer waren auch gern gesehene Ehrengäste da, stellvertretend zu nennen sind hier Herr Prof. Heichel, der Ehrenvorsitzende der 
Volkssolidarität in Sachsen – Anhalt, Frau Buder mit Gatte als Geschäftsführerin der Verwaltungs GmbH Sachsen Anhalt, Frau Henze von 
der Sparda –Bank, Herr Stumpf von der Sparkasse und noch andere Gäste, die sehr fördernd für die Musiker eintreten.
Großzügige Spenden der Volkssolidarität, des Blasebalgs, aber auch anderer Firmen der Stadt und des Landes ermöglichen den Musikern 
das Erlernen des Instruments ohne Kosten.
Wie Prof. Heichel in seiner kurzer Ansprache bemerkte: „ Vor 20 Jahren sollte dieses Orchester ähnlich dem damaligen Fanfarenzug 
liquidiert werden. Der Schulleiter, Herr Töttler kämpfte gemeinsam mit den Eltern um den Bestand des JBO. Und heute können wir stolz 
sein auf dieses Orchester, die Schule kann stolz sein und auch die Stadt, die das vielleicht immer mehr begreifen muss.“

Dass das Orchester für förderwürdig gehalten wurde, erfuhren die Gäste des Konzerts und waren begeistert, dass der Verein „Wir helfen“ 
– eine Initiative der MZ – das Orchester mit 15. 000 € fördert. Das heißt, dass es nach dem Preis „Der Esel, der auf Rosen geht“ nun 
auch weiteres Geld gegeben hat, das die Anschaffung von neuen Instrumenten ermöglicht. --- Wir dürfen uns freuen!!!!

Dass dieses Orchester der Preise würdig ist, zeigte das Programm, was in Vielfalt und Unterhaltungswert kaum noch zu toppen ist. 
Zahlreiche Solisten, unter ihnen Maria Glaubitz, Vivian Lindenhahn, Lydia Wapplitz, Elias Voigt, Konrad Patzig, Christoph Bölling und Dominik 
Nikolaizig stellten ihr Können unter Beweis. 

Auch der Klang des gesamten Orchesters ließ kaum Wünsche offen. Film – bzw. Musicalmusik aus dem „Phantom der Oper“, zum Gedenken 
an die Zwillingstürme die Filmmusik „ World Trade Center“ – eine bunte Mischung Phil – Collins – Titel, Frank Sinatra in Concert. 

Die Blasmusik, wie wir sie aus gemütlichen Runden oder vom Männertag im Biergarten kennen, wie Schiff – ahoi und viele andere 
Seemannslieder, die in Erwartung der Orchesterfahrt nach Warnemünde in diesem Sommer einstudiert wurden oder aber die Walzermusik 
von Johann Strauß brachte dann unsere Senioren in Bewegung beim Klatschen und Mitsingen.

Als das Nachwuchsorchester der Klasse 5 spielte, wird so manches Großelternherz höher geschlagen haben – die Eltern dieser jungen 
Musiker waren ganz bestimmt stolz auf ihre Sprösslinge. Diese brachten auch für die jüngsten Musikliebhaber mit „ Hänschen klein“ ein 
Ständchen.

Traditionsgemäß wurden Musiker des 6. Schuljahrgangs ins Orchester aufgenommen:
Virginia Ustaz, Matilda Schömburg, Lisa Röder, Dominik Röder, Kim Zimmermann, Tobias Kattner, Tobias Klepzig, Tino Theumer, Michael 
Suchant, Anastasia Pyatov, Alexander Schulz, Tobias Schiffner, Ricardo Schulze, Tim Hippe.

Die Freundschaft zwischen dem Orchester in Karlsruhe und unserem besiegelte die erst 15 Jahre zählende Sängerin Shelly Harel, die mit 
ihrer Stimme die Zuhörer so verzauberte, dass es spontane Rufe nach einer Zugabe gab. Dass diese Freundschaft zwischen den 
Orchestern voranbringend ist, beweist auch die Fahrt von 21 Musikern nach Karlsruhe, um dort eine gemeinsame musikalische Tournee zu 
beginnen. 
Hier wird E. Rummel die hallenser Botschaft nach Karlsruhe und nach Straßburg vor das Europaparlament tragen.

Noch eine Neuigkeit, die prompt zur Fußball – WM der Frauen passt. Zwei Schlagzeugerinnen stellten ihr Können unter Beweis und zeigten 
deutlich, dass auch das Schlagzeug keine Männer – Domäne sein muss. Kira – Alice Twork und Anne – Sophie Schneider standen den alt 
eingesessenen Schlagzeugern in nichts nach. So auch Tatee Ichite, der ein beeindruckendes Schlagzeugsolo hinlegte –

Wie bei allen schönen Dingen gibt es dann „One moment in time“ – es hieß Abschied nehmen. Von Konrad Schwertfeger, der seine 
Schulzeit beendet, von Sophie Köhler, die gerade ihr Abi hinter sich gebracht hat und von Hannes Ehrt, der nun nach Amerika geht – ein 
Botschafter der Musik?
Aber auch das Konzert war an seinem Ende. Bis zur letzten Minute steigerte sich die Begeisterung der Zuschauer – Tequila als Pflichttitel 
in der Zugabe eingeschlossen…

Danke, liebe Musiker, liebes Orchester, danke liebe Förderer und vor allem danke, lieber Enrico Rummel für einen wunderschönen 
Sonntagvormittag, der den Zuschauern viel Freude und den Musikern den verdienten Lohn in Form von Applaus beschert hat. 

AJu