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Schulfahrt der Klasse 10G2 nach Hamburg (4.- 7. 7. 2011)

Hamburg ist eine Reise wert, aber sie wird im Verhältnis zu Reisen in die nähere Umgebung schon wegen der Transportkosten
teurer und was man nicht vergessen darf: Hamburg ist das Tor zur Welt, und auch das hat seinen Preis.
Dennoch kann man mit etwas Kompromissbereitschaft mit 170€ an vier Tagen eine Menge erleben.
Es kostet kein Geld, um an der Alster oder im wunderschönen Park „Planten un Blomen“ spazieren zu gehen, die Skateboarder 
zu beobachten oder einfach dazusitzen und, wenn man Glück hat, die eigens zur Musik komponierten Wasserspiele zu beobachten.
Natürlich kann man sich in der exklusiven Wallstraße die Nasen an den Schaufenstern der Edelboutiquen breitdrücken, aber auch 
für den Schülergeldbeutel gibt es ein reichhaltigeres Shoppingangebot als in Halle.
Ein „Muss“ ist es, an den Landungsbrücken gewesen zu sein und eine Hafenrundfahrt empfiehlt sich besonders mit der 
„Maritimen Circle Line“. Für 8,00€ ist sie nicht nur preiswert, sondern man bekommt sehr viele interessante Informationen über 
den Hafen und man kann an verschiedenen Punkten aussteigen, um die Sehenswürdigkeiten anzuschauen, und steigt zu einem 
späteren Zeitpunkt in ein anderes Boot der Linie ein und setzt die Reise fort. Wir haben während der Hafenrundfahrt die 
„Ballinstadt“ besucht. Dies ist ein sehr modern ausgestattetes Museum, das über die Ein- und Auswanderer informiert. Nicht nur, 
weil es in fast allen Schulklassen Kinder fremder Herkunft gibt, ist diese Ausstellung interessant, sondern sie zeigt auch, welchen 
Mut und welche Entbehrungen es unter Umständen kostet, um ein neues Leben anzufangen. Manchmal glückte es, manchmal 
waren aber auch alle Bemühungen umsonst, weil die Umstände keine Chance boten. Das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen, 
sollte Ziel jedes Menschen sein. Und wenn jemand meint, sich nicht in der Heimat verwirklichen zu können, der sollte durchaus den 
Schritt in die große Welt wagen.



„Hamburg-Dungeon“ ist eine Attraktion der gehobeneren Preisklasse, die auf unterhaltsame Weise 
(Schauspieler im nachgestellten Ambiente) Ausschnitte der Geschichte Hamburgs und der Hanse erlebbar macht. Alles ist auf 
„Action“ und „Grusel“ ausgerichtet und man muss aufpassen, dass die spärlichen Informationen über Hamburg dadurch nicht 
völlig in den Hintergrund gedrängt werden. Alles in allem: ganz nett, aber nicht besonders informativ.
Zuletzt noch ein paar Tipps: 1.Wenn ihr weite Strecken reisen und Geld sparen wollt, dann empfiehlt sich das „Quer durchs Land 
Ticket“ der Bundesbahn (5 Personen reisen für 66,00€). 2. Wir haben im „A&O Hostel Reeperbahn“ gewohnt. Preiswert war es und 
am Essen gab es wirklich nichts auszusetzen. Die Zimmer waren jedoch nicht besonders einladend und das Hotel ist insgesamt sehr 
verwinkelt. Und damit, dass man sich mitten auf der Reeperbahn aufhält , sollte man schon umgehen können. Na ja, im 
„A&O Am Hauptbahnhof“ war leider schon alles belegt gewesen und wir wussten es lange genug. 3. Es lohnt sich, die Hamburg-Card 
zu kaufen. Fünf Personen können einen Tag alle Verkehrsmittel einschließlich Fähren für 13,50€ benutzen. Auch die Randgebiete von 
Hamburg, z.B. Blankenese, sind sehr sehenswert. 

Uns bot sich eine vielfältige Stadt, die nach dem Zweiten Weltkrieg fast völlig in Schutt und Asche gelegen hatte. Natürlich war es 
in der Kürze der Zeit nur möglich, einige Impressionen zu bekommen, die aber Lust auf „Mehr Meer“ machen. 
Hamburg war für uns eine gute Wahl. 
10 G2